Was ist Krankheit

Diese Frage lässt sich nur subjektiv beantworten:

Für einen Mediziner der reine schulmedizinische Ausbildung absolviert hat, ist Krankheit an Umstände im Äußeren gebunden, oft gibt es immer etwas oder jemand der dafür verantwortlich ist uns Menschen geschadet zu haben: Viren, Bakterien, Schadstoffe, unsere Eltern etc. Die Behandlung ist gegen etwas (Anti-bio-tikum) gerichtet.

In der Alternativmedizin geht ein Heilpraktiker z.B. davon aus, dass die körpereigene Abwehr zu schwach oder zu verstimmt ist. So reagiert der Organismus oder die Psyche auf die äußeren Umstände mit Symptomen, obwohl sie sonst davon nicht belastet wären: Allergene, Pilze, Strahlungen etc. sind ua die gegen welche die Behandlung zielt. Der Organismus und die Psyche sollen gestärkt werden.

In der klassische Homöopathie wird Krankheit unter anderem als eine geschwächte Lebenskraft beschrieben. Diese offenbart sich über Symptome, Empfindungen, Erscheinungen, die wir als Krankheit bezeichnen.

In der Systematischen Homöopathie wie ich sie anwenden, ist Krankheit eine innere Haltung die der Organismus angenommen hat, um in einer falsch wahrgenommenen Situation zu überleben. Solch eine Haltung und Reaktion verursacht einen konstanten Stress im Organismus und ruft spezielle Pathologien in Personen hervor.

Eine letzte Varienate das Phänomen zu sehen ist die Tatsache, dass jeder Mensch seinen eigenen Körper besitzt der ihm stetig wohlgesonnen ist. Er hat ihn erhalten, um möglichst komplikationslos von A nach B zu gelangen (Lebensweg). Erfährt er auf diesem Weg Zeichen die ihm sein Körper schenkt, so ist  dies womöglich ein Hinweis um das zu ändern, was dazu geführt hat. Einen wie ich finden starken Einfluss um dieses zu ändern hat der Mensch selbst! Er selbst gibt das was er aufnimmt ja auch wieder. Außer der homöopathischen Behandlung arbeite ich mit meinen Patienten daran das aufzunehmen was sie nötig haben. Oft werden die Zeichen die wir von unseren Körper erhalten ohne Zusammenhänge zu erkennen „unsichtbar“ gemacht (schulmedizinisch wie auch naturheilkündlich), so versucht unser Körper/Geist/Seele uns neuere, stärkere Zeichen „mitzuteilen“. Was wir „Krankheit“ nennen verschlimmert sich und geht ins chronische Stadium über. In der Homöopathie sprechen wir von einer „Verschiebung der Symptome“ auf andere Bereiche und Organsysteme. Zwischen Hautausschlag im Alter von 14 Jahren, dem Erkältungsneigungen mit 25, Bandscheibenvorfälle mit 35 und Rheumatismus im Alter, vielleicht von Angst in engen Räumen, Depression, Müdigkeit oder Unlust begleitet, werden keine Zusammenhänge gesehen.