Erkältungsneigung

Erkältungsneigung

Fall 5 – Frau, 30 – Atemnot, Haustauballergie, Erkältungsneigung,

Dieser Fall soll veranschaulichen wie die körperliche Symptomatik zum Kernproblem führt.

Bronchien verkrampfen sich so, dass ich nachts kaum Luft bekomme: Seit Dez 2003 alle 3 Monate Bronchitis, Spastische Bronchitis (Atemnot), es macht mich dann noch mehr fertig wenn ich erkältet bin. Beginnt mit Halskratzen, ich kann nicht richtig tief einatmen.. ich habe das Gefühl es geht nicht weiter…

Ich kann nur flach atmen, es schnürt mich ein, es beengt mich, es engt mich ein, ich kann mich nicht bewegen, es macht mich klein.. Bronchien sind verklebt, es reicht nicht aus zum weiteratmen! Nachts ist alles schlimmer, ich habe Angst das ich ersticke.. Reizhusten, hart, trocken, es brennt beim Luftholen, ich bekomme Panik: Gefühl: ausgeliefert sein, ich kann nichts dagegen tun. Asthmakranke sind ähnlich: sie haben Einschränkung vom Lebensgefühl. Was macht die Krankheit mit Ihnen? Es ärgert mich. Ich habe Hustenanfälle und mein Mann merkt es nicht !? Angst Einzuatmen: wenn ich es zulasse, merke ich eine Blockade wenn ich richtig versuche einzuatmen, es geht dann nicht mehr weiter, es ist nicht tief genug, das hört bei mir an der Brust auf, es kommt da nicht weiter, ich lasse es zu, dadurch weiß ich, dass ich bis dahin komme. Ich habe Angst einzuschlafen, weil man es da nicht kontrollieren kann. Es hindert mich da dran, dass ich nicht alles machen kann, ich kann nicht mehr so schnell laufen..

 

Wesen: Frühstücke nicht. Bin Langschläfer. Ich möchte etwas sofort durchziehen, so schnell es geht. Ich muss oft alleine Entscheiden, die Familie sieht nur mich als alleinige Entscheidungskraft, sie kommen zu mir, ich fühle mich überfördert, fühle mich alleine, mit der Entscheidung. Habe das Gefühl ich muss auch für meinen Mann die Verantwortung übernehmen – ich muss dafür sorgen, dass er was macht, damit es uns als Familie gut geht. Ich bin dafür verantwortlich das alles läuft. Von der Familie, wird erwartet dass ich mich um sie kümmere, ich fresse meinen Frust in mich rein, Ich möchte nicht das andere sich durch meine Worte verletzt fühlen. weil ich vertrage keine Kritik. gleich eingeschnappt.. und kann es nicht schnell vergessen. Ich muss so viel entscheiden, überlegen, keinen interessiert wie es mir geht, alles wollen sie von mir, es drückt mich nieder.. als ob ich einen Stein auf dem Rücken habe, es macht mich klein.

Kindheit: alles sollte ordentlich sein.. behütet aufgewachsen, musste wenig machen, habe rechtzeitig selbständig geworden, Vater die größere Schuld gegeben, er war kalt..

 

Ein intensiver Traum zeigt ganz gut Ihr wahres Problem: Frauen auf die ich eifersüchtig war, die waren immer offen, locker, konnten zugehen auf andere, haben sich mit meinem Mann gut verstanden, um mich hat sich keiner gekümmert, die waren da, die waren der Mittelpunkt mein Mann war von den 2 auch begeistert. Ich habe resignieren, stehe daneben und kann nichts tun.

 

Andere Beschwerden: MEIN GANZER KÖRPER IST SCHWER DURCH SCHMERZEN.. Schmerz sticht in die Finger, beim Heben. Wässriges brennendes Sekret aus der Nase. Erkältungen seit 94. Sehr verfroren. Neue Kleider verursachen Hautausschläge. Häufige Pilzentzündung: brennen, Juckreiz (beim Sitzen und Laufen), weißlicher Ausfluss. Verlangen nach Süßigkeiten vor der Periode. Starke Schmerzen, ziehen im Abdomen während der Periode.

 

Meine Gedanken zum Fall: Sie möchte das ihr Mann und ihre Familie sie anerkennt, das zeigt sich vor allem in der an dieser Stelle sehr ungewöhnlichen Bemerkung: „Es ärgert mich Ich habe Hustenanfälle und mein Mann merkt es nicht.“ Aber auch an anderen Stellen die jetzt nicht hier aufgeführt sind, wird das sehr deutlich. Sie empfindet sich durch Ihre Erkrankung eingeschränkt in einer Situation in der sie nicht kontrollieren kann. Durch ihr „nicht anerkannt werden“, fühlt sie sich eingeschränkt, beengt, eingeengt und sie kann nichts dagegen tun, sie kann es nicht kontrollieren. Es geht in dem Fall nicht in erster Linie um die Behebung der Atemnot. Ein anderes Lebensgefühl ist das Ziel: dass nicht erst dann ihre Einzigartigkeit und Individualität geschätzt wird, wenn sie anerkannt und von dem Mann beachtet wird. Dazu kommt, dass sie sich für alle Entscheidungen verantwortlich macht, dass sie ist in der Entscheidung alleine ist und das mit solcher Kritikempfindlichkeit und dem Gefühl nicht anerkannt zu werden. Sie lädt sich selbst diese Verantwortung auf, bis sie wie „ein Stein auf dem Rücken„ sie „klein macht“. Dieses Grundgefühl ist die Erkrankung in dem Fall, nicht in erster Linie die Atmenot.

 

Follow up 15.07.04

3 Tage nach Einnahme Gefühl: ich bekomme eine Erkältung, Kratzen im Hals, Nase lief, ohne Atemnot an sich, die war nach 2-3 Tagen verschwunden.

Ich hatte schlimme Einschlafprobleme. Seit einer Woche kann ich wieder gut einschlafen.. so massiv kannte ich diese Beschwerde nicht, ich hatte schon gegrübelt.. aber da konnte ich nicht einschlafen obwohl ich müde war. So viel im Kopf ging rum: überlege was ich morgen machen muss, hoffentlich vergesse ich es nicht usw. so extrem war es aber nie.

Haut: Nach 2 3 Wo rote Fleckchen an den Oberarmen bekommen, sah aus fast wie Sonnenallergie, aber es war keine, denn ich hatte die früher aber damals juckte sie wenn man aus der Sonne kam. Und diesmal haben diese Fleckchen nicht so sehr gejuckt und gebrannt.

Energie besser auch tagsüber war ich fit, vorher brauchte ich täglich Mittagsschlaf.

Ich lasse mich nun weniger stressen, komme damit besser zu recht, fühle mich nicht so ausgelaugt, bin immer auf Achse brachte viel Ruhe vorher, jetzt komme ich damit aber zu recht.

Überförderung? Entscheiden müssen für andere? Es ist besser, Gefühl es ist nicht so geballt was auf mich einprallt, habe mit Mutter (das erste mal!) und Mann geredet, dass man die Sachen zusammen entscheiden kann. Nun fühle ich mich nicht so alleine dabei.

Nicht verzeihen können? Ich hatte Geburtstag, eine Freundin hat sich nicht gemeldet, am Anfang war ich enttäuscht, früher hätte ich es ihr böse genommen, habe sie dann angerufen (hätte ich früher nie gemacht, würde mich zurückziehen und wäre beleidigt) und geklärt. Vater Schuldgefühle? Habe nicht mit ihm gesprochen, das schaffe ich nicht, aber ich habe nichts dagegen wenn wir uns treffen. Mein Vater redet viel von sich, der andere ist nicht so wichtig.. aber ich habe ihn halt reden lassen… Keine Bronchitis mehr.